Eine Wissens- und Mitmachplattform, die zeigt, wie Lebensräume funktionieren: welche Pflanzen welche Arten fördern und wie jeder mit einzelnen Bausteinen selbst Lebensraum schafft.
Konzeption und Informationsarchitektur, UX/UI-Design, individuelle Web-Anwendung, maßgeschneidertes CMS, responsive Frontend-Entwicklung
01 / Ausgangslage
Gewachsen. Bis an die Grenzen.
mein Biotop ist für uns kein Auftrag von außen: Kevin Klein hat die Plattform beim NABU Leipzig mit initiiert, von der ersten Idee an. Sie soll Menschen, die Lebensräume schaffen wollen, einen einfachen Einstieg geben und zugleich zeigen, wie das Netzwerk dahinter funktioniert: welche Pflanzen welche Insekten fördern, welche Spezialisten es gibt, was ein einzelner Steinhaufen im Garten auslöst.
Über die Jahre wuchs die Seite, mit mehr Arten, mehr Wissen und mehr Zusammenhängen, bis die Struktur nicht mehr mitkam. Sie war zu steif geplant, auch weil damals Zeit und Budget fehlten. Nach Jahren Betrieb und viel gesammeltem Feedback war klar: Das Fundament muss neu.
Artenschutz ist bei uns kein Projektthema, sondern eigener Anspruch: Gemeinsam mit Wilderness International schützen wir 15.000 m² Regenwald.
02 / Vorgehen
Verstehen. Strukturieren. Entlasten.
So sind wir mein Biotop angegangen: erst verstehen, woran die erste Version scheiterte. Dann die Vernetzung als flexible Struktur neu planen. Und darauf ein Redaktionssystem bauen, mit dem eine einzelne Person die ganze Plattform pflegen kann.
Phase 01
Bestandsaufnahme
Wir kennen die erste Version aus dem Betrieb, nicht aus einer Analyse. Ihre Schwäche lag in der Struktur: jede Art ein festes Objekt mit festen Feldern, jede Erweiterung ein Fall für die Technik. Das war damals so geplant, mit wenig Zeit und wenig Budget, und es hat das Projekt zunehmend gebremst.
Vorher: vernetzt, aber starr. Erweiterungen liefen über die Technik.Nachher: dieselbe Vernetzung, flexible Struktur. Die Redaktion erweitert selbst.
Phase 02
Das Netzwerk als Datenmodell
Die Plattform beschreibt Biotop-Bausteine wie Trockensteinmauern, Totholzhaufen oder Nisthilfen, dazu Pflanzen und Tierarten mit ihren Artengruppen. Nichts davon steht für sich: Der Steinhaufen nützt der Zauneidechse, der Sperber jagt den Spatz, und jede Art braucht eigene Steckbrief-Felder, denn eine Springspinne wird anders beschrieben als eine Wildblume. Diese Vielfalt in eine Struktur zu bringen, die mitwächst, war der schwierigste Teil des Projekts.
Recording folgt
Kurzer Clip aus der fertigen Seite: von einem Biotop-Baustein zur geförderten Art. Die Vernetzung, wie Besucher sie erleben.
Phase 03
Ein Redaktionssystem, das mitdenkt
Die Redaktion besteht im Kern aus einer Person. Ein System, das ihr Arbeit macht statt abnimmt, wäre wertlos. Deshalb zeigt das CMS, wo in Artenprofilen Angaben fehlen, schlägt Verknüpfungen für Wissensartikel vor und bringt eine kleine To-do-Liste für die Abstimmung mit der Technik mit. Für spätere KI-Unterstützung, etwa beim Abgleich von Artikeln mit der Datenbank, ist die Plattform vorbereitet.
Blick in die Administration: Ein Wissensartikel wird mit Artendaten verknüpft, ohne Suchen und ohne Technik
03 / Ergebnis
Was es gebracht hat.
Recording folgt
Der größte Screen der Seite gehört dem Ergebnis: ein ruhiges Recording der fertigen Plattform am Smartphone. Eine Nutzerin wählt einen Baustein, entdeckt die geförderten Arten und landet im Wissensartikel. Etwa 15 Sekunden, ohne Schnittfeuerwerk.
Zahl folgt
z. B. Anzahl Artenporträts, Biotop-Bausteine und Wissensartikel auf der Plattform
Eine Person
Die gesamte Redaktion besteht aus einer Person. Das System ist darauf ausgelegt, dass das reicht.
Trotz vieler Bilder: starke Komprimierung, Bildausgabe je Endgerät. Website Carbon Rating B.
„Ich pflege die komplette Plattform allein, von neuen Artenporträts bis zur Startseite. Früher brauchte ich dafür oft die Technik, heute lege ich einfach los. Und wenn irgendwo eine Angabe fehlt, zeigt mir das System das von selbst.“
NABU Leipzig · Zitat-Entwurf, Freigabe ausstehend
04 / Nächster Schritt
Ein ähnliches Vorhaben?
Ob Wissensplattform, Web-Anwendung oder ein CMS, das eurem Prozess folgt: Im Erstgespräch finden wir heraus, wo ihr steht und was der schnellste Weg zu etwas Anfassbarem ist.